Impres­sionen aus der Projekt­woche

Die Projekt­woche der erzbi­schöf­lichen Grund­schule am Bildungs­campus Köln-Kalk stand in diesem Jahr unter dem Leitge­danken „Nachhal­tigkeit als Schöp­fungs­ver­ant­wortung“. Damit griff die Schule ein zentrales Thema unserer Zeit auf und verband es zugleich mit ihrem christ­lichen Selbst­ver­ständnis: die Welt als Schöpfung zu achten, zu bewahren und verant­wor­tungsvoll mit ihr umzugehen. Eine Woche lang setzten sich die Schüle­rinnen und Schüler intensiv, kreativ und handlungs­ori­en­tiert mit verschie­denen Aspekten der Nachhal­tigkeit ausein­ander.

In kleinen jahrgangs­über­grei­fenden Projekt­gruppen von etwa 15 Kindern konnten die Schüle­rinnen und Schüler ihren Inter­essen folgen und sich einem konkreten Thema widmen. So beschäf­tigte sich die Gruppe „Wir retten die Bienen!“ mit der enormen Bedeutung von Bienen für unser Ökosystem. Die Kinder lernten, warum Bienen für die Bestäubung unver­zichtbar sind, und entwi­ckelten Ideen, wie man ihren Lebensraum schützen kann – etwa durch bienen­freund­liche Pflanzen oder den Bau kleiner Insek­ten­hotels.

Sportlich und gleich­zeitig nachhaltig ging es in der Gruppe „Nachhaltige Sport­spiele entwi­ckeln“ zu. Hier überlegten die Kinder, wie man mit einfachen, umwelt­freund­lichen Materialien neue Spiele gestalten kann. Dabei entstanden kreative Spiel­ideen, die nicht nur Spaß machen, sondern auch zeigen, dass Bewegung und Nachhal­tigkeit sich gut verbinden lassen.

Die „Wasser­for­scher“ widmeten sich dem lebens­wich­tigen Element Wasser. Sie unter­suchten dessen Eigen­schaften, führten kleine Experi­mente durch und lernten, warum ein bewusster Umgang mit Wasser so wichtig ist. Ähnlich forschend arbei­teten die „Energie­de­tektive“, die den Energie­ver­brauch unter die Lupe nahmen und heraus­fanden, wo im Alltag Energie gespart werden kann.

Ein besonders praxis­nahes Projekt war die „Kleidungs­börse“. Die Kinder setzten sich mit dem Thema Konsum ausein­ander und organi­sierten eine Möglichkeit, Kleidung weiter­zu­geben und wieder­zu­ver­wenden. So wurde deutlich, dass Nachhal­tigkeit auch bedeutet, Dinge länger zu nutzen und Ressourcen zu schonen.

Kreati­vität stand beim „Upcycling“-Projekt im Mittel­punkt. Aus alten und scheinbar nutzlosen Materialien entstanden neue, nützliche oder dekorative Gegen­stände wie beispiels­weise Stifte­becher Tisch­kicker oder dekorative Lampen. Die Kinder erfuhren dabei, dass Abfall oft nur eine Frage der Perspektive ist und mit etwas Fantasie ein zweites Leben bekommen kann.

Die Gruppe „Boden & Müll“ beschäf­tigte sich mit der Frage, wie Abfall entsteht und welche Auswir­kungen er auf unsere Umwelt hat. Dabei lernten die Kinder auch die Bedeutung von Mülltrennung und Recycling kennen, die die Sauberkeit in unserem Veedel und den Umwelt­schutz beein­flussen.

In einer weiteren ähnlich gelagerten Projekt­gruppe lag der Fokus auf der  Zusam­men­arbeit mit K.R.A.K.E. e.V., die sich ebenfalls aktiv für Sauberkeit und Umwelt­schutz einsetzen. Der Verein K.R.A.K.E. e.V. Startet regel­mäßig Aktionen zur ehren­amt­lichen Reinigung der rechts­rhei­ni­schen Parks. Darüber hinaus betreibt der Verein ein Boot, welches den Rhein entmüllt.

 

Gesundheit und Nachhal­tigkeit wurden im Projekt „Gesunde Ernährung“ mitein­ander verknüpft. Die Kinder erfuhren, wie wichtig ausge­wogene Ernährung ist und welche Rolle regionale und saisonale Produkte spielen. Sie lernten, bewusste Entschei­dungen beim Essen zu treffen – für sich selbst und für die Umwelt.

Natur­ver­bunden ging es schließlich bei den „Waldex­perten“ zu. Diese Gruppe erkundete den Lebensraum Wald, lernte Tiere und Pflanzen kennen und entwi­ckelte ein Verständnis für die empfind­lichen Zusam­men­hänge in diesem Ökosystem. Dabei wurde deutlich, wie wichtig der Schutz der Wälder für das Klima und die Arten­vielfalt ist.

Den feier­lichen Abschluss der Projekt­woche bildete eine gemeinsame Präsen­tation, bei der alle Gruppen ihre Ergeb­nisse vorstellten. Mit großem Stolz präsen­tierten die Kinder, was sie gelernt und erarbeitet hatten. Einen beson­deren Rahmen gab diesem Abschluss die Ansprache der Pasto­ral­re­fe­rentin Frau Buhl. Sie griff die vielfäl­tigen Ergeb­nisse der Kinder auf und stellte sie in den Zusam­menhang der Schöp­fungs­ge­schichte. Dabei wurde deutlich, dass jede noch so kleine Handlung zum Schutz der Umwelt Teil einer größeren Verant­wortung ist, die uns allen übertragen wurde.

So endete die Projekt­woche nicht nur mit vielen neuen Erkennt­nissen, sondern auch mit einem gestärkten Bewusstsein für die eigene Verant­wortung gegenüber der Schöpfung. Mit Freude, Stolz und vielen neuen Ideen wurden die Kinder schließlich in die wohlver­dienten Oster­ferien entlassen.